Herausragende Belastungen sind Informations- und Berichtspflichten, Auflagen und Kontrollen. Nicht nur dabei ist das qualitative Argument höher zu bewerten als das quantitative. Weniger Vorschriften zu erlassen oder die Anzahl von Vorschriften zu reduzieren ist lediglich eine vordergründige Betrachtung. Wesentlicher Punkt ist die Kosten-/Nutzen-Relation und die Überprüfung der Erforderlichkeit und Akzeptanz der Regulierung. Festzuhalten ist, daß Bürokratieabbau eine Querschnittsaufgabe ist. Er sollte nicht von Parteipolitik vereinnahmt werden. Manche Regulierung wird als Belastung empfunden, da Dinge geregelt werden, von denen der Regulator scheinbar keine oder zu wenig Ahnung hat. Die Betroffenen sollten beim Abbau überbordender und praxisferner Bürokratie eine zentrale Rolle spielen, gefragt, mit einbezogen und angehört werden. Sie wissen am besten, welche Anforderungen in der Praxis als belastend empfunden werden und inwieweit die Bürokratie und deren Vollzug vereinfacht werden könnte.